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Die Region

Der Kreis Höxter liegt im Dreiländereck von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen und bezeichnet sich als „Kulturland Kreis Höxter“. Direkt an der Weser liegt das Schloss Corvey und Höxter. Corvey wurde 2014 als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt. Bereits im Jahre 822 erfolgte die Grundsteinlegung der karolingischen Benediktinerabtei unter Abt Adelhard, ein Vetter Karls des Grossen. Der Reichsabtei Corvey wurde bereits 833 das Markt- und Münzprivileg zur wirtschaftlichen Absicherung verliehen. Die Abtei entwickelte sich schnell zum bedeutendsten Benediktinerkloster in Norddeutschland. Hoffmann von Fallersleben, Dichter des Deutschlandliedes, war in Corvey lange Jahre als Bibliothekar tätig und fand dort seine letzte Ruhe. Das Corveyer Land gilt als das kulturelle Herz des Weserberglandes.

In der historischen Kulturlandschaft Corveyer Land ist Bruchhausen angesiedelt, eine kleine Gemeinde der Stadt Höxter. Bruchhausen wird in den sogenannten „Corveyer Traditionen“ erstmals im Jahre 963 als „broechusen“ urkundlich erwähnt. Während der Reformationszeit wurde Höxter als Mittelpunkt des Corveyer Landes im Jahre 1533 evangelisch. Um 1544 wurde das evangelische Glaubensbekenntnis noch zu Lebzeiten von Martin Luther durch den Guts- und Adelsherrn Jost von Kanne in Bruchhausen eingeführt. Fast sämtliche Familien traten dem neuen Glaubensbekenntnis bei. Bereits im Jahr 1600 nahm der erste evangelische Pfarrer seinen Dienst in Bruchhausen auf. Von der Patronin Clara von Kanne wurde 1603 die älteste Kirchenordnung in Westfalen in einem in Leder gebundenen Buch herausgegeben. Eine Besonderheit der Laurentiuskirche ist der Altar (Renaissance, 17. Jahrhundert) mit schmuckvollen Ausführungen in Holz und Reliefs sowie vier Bildern über das Leben Jesu. Ebenfalls zwei spätgotische Altarleuchter aus Bronze mit Inschriften aus dem Jahr 1508.

Während des Dreißigjährigen Krieges musste Höxter sehr unter den Kriegswirren leiden und wurde mehrfach von katholischen und protestantischen Truppen eingenommen. Trauriger Höhepunkt war der Sturm der Stadt am 13.04.1634 durch kaiserliche Truppen, in dessen Folge über 1.500 Menschen in der Blutnacht von Höxter umgekommen sind. Nach alten Überlieferungen wurden zur Verteidigung der Wallanlagen von Höxter sogar Bienenkörbe von den Befestigungsanlagen geworfen.

Heute bietet das beschauliche Höxter seinen Besuchern liebevoll restaurierte historische Fachwerkgebäude aus der Weser-Renaissance. Eine ausführliche Besichtigung von Schloss Corvey oder der Porzellanmanufaktur Fürstenberg ist wirklich zu empfehlen. Auf einer Dampfertour auf der Weser lernen Sie das reizvolle Weserbergland kennen. Das Corveyer Land und das Weserbergland laden zu Erkundungstouren regelrecht ein.
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