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Bienenwachs und Kerzen

Zur günstigen Beleuchtung wurden im frühen Mittelalter Kienspäne, Öle und Talg verwendet. Erst durch die Förderung der Bienenzucht durch Karl dem Großen erhielten die Bienenwachskerzen große Bedeutung zurück. Eine Verwendung von Bienenwachskerzen blieb allerdings nur den Klöstern, dem Adel und wohlhabenden Bürgern vorbehalten.

Im Jahre 890 mussten 10 Bauerngehöfte dem Kloster Corvey 67 Pfund Wachs jährlich als Wachszins abgeben. Damals kostete 1 Pfund Wachs 25 Gramm Silber. Für 1 Gramm Silber konnten 30 Hühner, für 10 Gramm Silber 1 Schwert gekauft werden. Somit entsprach dieser Wachszins in etwa dem Wert von über 50.000 Hühnern. Um 1500 entsprach der Wert eines Bienenvolkes dem einer Kuh. Noch heute bestehen Kirchenkerzen aus 10% Bienenwachs.

Bereits seit 1982 verfügt meine Imkerei über einen eigenen Wachskreislauf. Das in jeder Imkerei benötigte Wachs in Form von sogenannten Mittelwänden stammt ausschließlich aus dem eigenen autarken Betrieb. Mittelwände sind dünne Wachsplatten, die den Bienen als Bauvorgabe der Waben zur Wabenerneuerung oder Erweiterung der Honigräume gegeben werden.

Die zu erneuernden Waben und Wachsabfälle werden in zwei sehr großen Sonnenwachs-Schmelzern eingeschmolzen. Die bis zu 15kg schweren Wachsbarren, das Gold des Imkes, werden üblicherweise im Winter nochmals geschmolzen, gereinigt und bei ca. 85°C mit einer speziellen wassergekühlten Gießform, ähnlich eines überdimensionierten Waffeleisens, zu ca. 2mm dicken Wachsplatten per Hand gegossen. Diese Selbstversorgung hat den entscheidenden Vorteil, dass ich ausschließlich meinen absolut rückstandsfreien Bienenwachs durch den Verzicht auf chemische Mittel bei der notwendigen Schädlingsbekämpfung verwende. Bienenwachs ist für eine Imkerei ein notwendiger und in dieser Qualität teurer Rohstoff.

Das in der Imkerei nicht benötigte Bienenwachs wird zur Fertigung unserer Bienenwachskerzen nach einer speziellen schonenden Reinigung verwendet. In unserer Manufaktur mit Eigenkreationen und Formenbau werden nur Kerzen mit 100% reinem Bienenwachs handwerklich gegossen. Die gegossenen Kerzen haben eine wesentlich längere Brenndauer als aus geprägten Wachsplatten (Mittelwände) gewickelte Bienenwachskerzen. Dem Wachs werden keine Duftstoffe oder Farbstoffe hinzugefügt, ebenfalls ein naturbelassenes Produkt meiner Imkerei.

Bienenwachs hat einen sehr dezenten würzig-süßen Geruch. Bei kühlen Temperaturen erhalten die Kerzen einen hellen Belag. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern ein Zeichen, dass es sich um reine Bienenwachskerzen handelt. Schon durch Reibung in der Hand oder durch Wärme erscheint der Glanz der Kerzen in der ursprünglichen Form.

Unsere Bienenwachskerzen haben eine wesentlich längere Brenndauer im Gegensatz zu Kerzen aus Paraffin oder Stearin. Bei diesen Kerzen entstehen sogar zum Teil die Atemwege belastende Rußfahnen, wobei echte Bienenwachskerzen die Raumluft reinigen. Kürzen Sie gelegentlich den Docht und löschen Sie die Bienenwachskerze, indem Sie den brennenden Docht in das flüssige Wachs eintauchen und wieder aufrichten, dann haben Sie längere Freude an Kerzen aus Bienenwachs.

Übrigens, wir führen das mit Abstand umfangreichste Programm an handgefertigten Bienenwachskerzen nicht nur in unserer Region.
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